Sollazzo Ensemble

 

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Alexandre Danilevski

 

 

Ensemble Syntagma


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Sollazzo Ensemble 

Die Musik repräsentiert im europäischen Mittelalter - als eine der sieben freien Künste - ein wesentliches Element der höfischen Kultur. Das Sollazzo Ensemble, 2014 in Basel gegründet, widmet sich dieser Gattung und präsentiert auf der Grundlage historisch informierter Aufführungspraxis mehrstimmige Vokal- und Instrumentalmusik aus der Übergangszeit vom Mittelalter zur Renaissance (ca. 1350 - 1550). Geleitet wird das Ensemble von der Fidelspielerin Anna Danilevskaia, die Musiker mit ganz unterschiedlichen Werdegängen um sich geschart hat: während manche direkt zur Alten Musik kamen, beschäftigten sich andere zunächst mit moderner klassischer Musik, dem Theater oder gar dem Musical. Diese Vielfältigkeit der Musiker führt zu einer großen Vielseitigkeit ihrer Interpretationen. Im Vordergrund steht für das Ensemble eine authentische Übermittlung des emotionalen Gehalts und der zentralen Aussagen jedes Stückes unter Verwendung der jeweiligen musikalischen Sprache. Der "Kern" ist dabei zeitlos, das Wesentliche ist vom Stil losgelöst.  

Ihre musikalische Ausbildung erhielten die Ensemble-Mitglieder Yukie Sato (Sopran, Clavisimbalum), Perinne Devillers (Sopran), Vivien Simon (Tenor), Sophia Danilevskaia (Fidel), Vincent Kibildis (Harfe) und Anna Danilevskaia (Fidel und Leitung) an namhaften Institutionen wie der Schola Cantorum Basiliensis, der Esmuc in Barcelona oder dem CNSM in Paris.

Gleich im Gründungsjahr gewann das Sollazzo Ensemble die "Vier Jahreszeiten", einen Kammermusik-Wettbewerb der Schola Cantorum Basiliensis in Kooperation mit der August Pickhardt-Stiftung. Kurz darauf wurde es in das europaweite Förderungs- und Residenzprogramm für junge Ensembles "eeemerging" aufgenommen und im Oktober 2015 für ein weiteres Jahr im Programm ausgewählt.

Neben ihrer Konzerttätigkeit sind die Musiker bei internationalen Seminaren und Symposien mit Musikwissenschaftlern, Philologen und insbesondere Spezialisten der italienischen Mittelaltermusik in Zusammenarbeit, so beispielsweise bei der "Fondazione Ezio Franzeschini" in Florenz und der "Fondazione Giorgio Cini" in Venedig.

Im Juli 2015 gewann Sollazzo den "York Early Music International Young Artists Prize" und wurde zudem vom Publikum mit dem "Friends of York Early Music Festival Prize" ausgezeichnet. Außerdem gewann es den "Cambridge Early Music Prize". Für 2016 ist die erste CD-Einspielung bei Linn Records in Zusammenarbeit mit BBC Radio geplant.

PROGRAMME

 

Fuions de ci  

Klänge von Ironie und Disput im Mittelalter

Musik von Matteo da Perugia, Johannes Ciconia, Paolo da Firenze, Jacob de Senleches u.a.

Dieses lebendige Programm zeigt eine sehr menschliche Seite der Komponisten des Mittelalters und ihrer Poesie und Musik.

 

Johanna von Kastilien - Musik für eine verrückte Königin  

Musik von Loyset Compère, Antoine Brumel, Heinrich Isaac, Francisco de la Torre u.a.

In diesem halb-szenischen Konzert spiegeln die Musiker den vielschichtigen Charakter der Königin Johanna wider. 

 

Éffigies   

Ein Portrait vier berühmter Fidelspieler des 15. Jahrhunderts

Musik von Guillaume Dufay, Gilles Binchois, Alexander Agricola, Johannes Tinctoris, Marbrianus de Orto u.a.

Mit diesem Programm gewannen sie das Finale des Wettbewerbs in York.

 

Ensemble Syntagma 

"Meine Vorstellung von Ensemblespiel ist die der maximalen und individuellen Freiheit für jeden Musiker, die Vorstellung, vollkommen frei zu sein und dabei doch im ständigen Dialog mit den Anderen zu bleiben. Auf diese Weise wird jede Aufführung einzigartig. (...) Mittelalterliche Musik klingt furchtbar, wenn sie zu viel geprobt wurde, zu vorhersehbar geworden ist. Man kann doch fühlen, dass die Musik diese Vorhersehbarkeit nicht mag. Sie erfordert Spontanität und Unbestimmtheit." (aus: “Spherical chronologies & the logic of unknowing – the musical revelations of Alexandre Danilevski”, Booklettext von Tobias Fischer, Übersetzung von Jonas Niederstadt, für die CD "The Uncertainty Principle”)

 

"Ich bin überrascht, wenn meine Musik als "original" betrachtet wird. Ich suche lediglich nach dem Kern einer jeden Komposition. Ich bin kein "Originaler", sondern die Musik ist es! Ich betone einfach nur den individuellen Charakter eines jedes Stückes und nicht seine gattungs-mässigen Eigenschaften (...). Ich habe keine speziellen Vorlieben, solange die Musik in sich schlüssig ist. Ganz persönlich mag ich alles Anspruchsvolle, mit rhythmischen Anforderungen, Melodienreichtum, Komplexität, kurz: alles, was den Genius widerspiegelt... (Alexandre Danilevski, aus einem Interview, Übersetzung AS) 

Das Ensemble Syntagma wurde 1996 in Metz/Lothringen von Alexandre Danilevski gegründet. Der russisch-französische Lautenist, Fidelspieler und Komponist, der seine Ausbildung in St. Petersburg und, wie die übrigen Ensemblemitglieder, an der Schola Cantorum Basiliensis erhielt, formiert das Ensemble aus einem festem Stamm heraus zu der dem jeweiligen Programm entsprechenden Besetzung. Hierbei hat sich das Ensemble den "vergessenen" Kompositionen, sowohl in der Mittelaltermusik, als auch in der Renaissance- und Barockliteratur, verschrieben. Daneben versucht Danilevski in seinen eigenen Kompositionen die Begegnung der Musik und des Instrumentalklangs vom Mittelalter bis zur Neuzeit. Seit seiner Gründung führt das Ensemble Syntagma regelmäßig auch gemischte Programme aus alter und zeitgenössischer Musik auf. 

PROGRAMME

 

Missa sine nomine

von Johannes Ockeghem und Motetten von Johannes Cornago:   Sopran, Countertenor, Tenor, Blockflöten, Bassgambe, Erzlaute und Organetto

 

Die "Oper vor der Oper"

zusammengestellt aus Liedern des Komponisten Adam de la Halle

 

Johannes Lescurel

Die Musik des Jehannot de Lescurel am Übergang von der Kunst der Trouvère zur Ars Nova:   Sänger, Blockflöten, Fideln, mittelalterliche Lauten und Perkussion

 

Trecento 

Italienische Musik des 14. Jahrhunderts - Werke von Bartolino da Padova, Francesco Landini, Andrea de Florentia, Egidius da Francia, Don Paolo da Firenze und Andrea Stefani:

Sopran, Countertenor, Blockflöten, Fidel, Laute, Harfe, Carillon, Trumscheit, Colichon, Clavichord, Truhenorgel, Perkussion  

 

Trouvère 

Troubadour-Lyrik aus Lothringen von Gautier d'Epinal, Colin Muset und Jacques de Cysoing:    Sopran, Countertenor, Fideln, Blockflöten, Lauten und Colichon (Bassgambe)

The Uncertainty Principle 

Kompositionen von Alexandre Danilevski, aufgeführt von Syntagma:   Sopran, Countertenor, Blockflöten, Viola da gamba, Organetto, Laute

 

 

 

 

Festival eeemerging 2015

 

The York Early Music International Young Artists Competition 2015

 

Francesco Landini: Adiu adiu

 

Anonymous: Mon cuer m'en rit

 

Borlet: He tres doulz roussignol

   

 

 

    

 

 

 

 

   

 

    

 

 

 

 

J. Lescurel: "Amours, que vous ai meffait"
J. Lescurel: "Abundance de felonie"
J. Lescurel: "Amour, voulez-vous acorder"
Colin Muset: "En mai"
Colin Muset: "Renverdie"
Anonymus: "Lauda"
A. Danilevski: "Golden leaves"